Sonntag, April 30, 2006

Architekten setzen sich durch

Am vergangenen Donnerstag wurden zum dritten Mal die offiziellen KBS Poker Series durchgeführt. Unsere Holländerinnen Emmalie und Karin sowie die Gründer der KBS Poker Series waren chancenlos. Die Architekten machten den Sieg unter sich aus.

Verdacht auf Schiebung
Die Dominanz der Architekten (An dieser Stelle möchte ich noch kurz vermerken, dass ich von Architekten spreche, obwohl sich diese noch in der Ausbildung befinden. Es wird schon werden!) war absolut verblüffend. Von den sieben Teilnehmern (Christoph, Emmalie, Karin, Melk, Reto, Rouven, Stephan) schafften es nur Architekten aufs Podest. Das Endresultat schreit geradezu nach Schiebung und Betrug. Entsprechende Untersuchungen wurden unmittelbar nach Spielende vorgenommen. Ich verabschiedete mich nach dem Spiel und folgte der Pokergang nicht mehr ins GC. Stattdessen täuschte ich vor, nach Hause zu gehen, um dann ungestört nochmals an den "Tatort" zurückzukehren. Das Beweismaterial wurde konfisziert und dem forensischen Institut zugestellt.

Ergebnisse geben keinen klaren Aufschluss
Der Spielbericht liess auf Grund der laufenden Untersuchungen einige Tage auf sich warten. Es mussten zuerst die Resultate der Spurensicherung abgewartet werden. Die Untersuchten Chips, Karten, Gläser, Flaschen und Eiswürfel ergaben jedoch keinen klaren Tatbestand. Die KBS Poker Series hat deshalb die Ermittlungen eingestellt. Dieser Entscheid wird nicht zuletzt durch den grosszügigen Big Blind (Bier und Snacks) begründet, welcher von den Architekten eingebracht wurde.

Integration holländischer Staatsangehörige
Wie alle Member der KBS Poker Series (KBS PS) sicherlich festgestellt haben, möchte sich die KBS PS sozial engagieren. Das Sozialisierungs- resp. Integrationsprogramm für unsere holländischen Gäste wurde fortgesetzt. Ayold musste uns nach der letzten Poker Serie verlassen und weilt mittlerweile wieder in Holland. Dafür ist Emmalie van de Venne neu zu uns gestossen, welche ebenfalls in der Physiotherapie Gerrit van de Veen in Menzingen ihr Praktikum absolviert.

Nach einem kurzen Intro und einer Proberunde begann sogleich das Spiel. Karin unterstützte Emmalie in den ersten Runden und zeigte ihr, wie man es nicht macht. Emmalie ging mit vielen Chips in die Mitte, hatte kein anständiges Blatt und konsultierte nach jeder Setzrunde verzweifelt das Blatt mit den aufgelisteten, zählbaren Blättern. Sie musste dabei immer feststellen, dass sie nichts hatte. Karin gab ihr den Tipp dabeizubleiben, doch dieser Schuss ging voll nach hinten los. Sie verlor in den ersten Runden sehr viele Chips und musste als erste den Spieltisch verlassen.

Christoph startete auch sehr schlecht und verlor gleich zu Beginn sehr viel Kohle. Not macht ja bekanntlich erfinderisch. So begann er, sein Spielgeld nicht mehr zu türmen, sondern er legte alles Chips nebeneinander. Diese von ihm benannte 2-dimensionale-Auslegeordnung macht ihn an diesem Spieltag zum Sieger des Innovationspreises! Im Gegensatz zu Emmalie erholte sich Christoph von seiner Anfangsschwäche und spielte im weiteren Verlauf des Abends gross auf und hatte z.B. mit zwei aufeinander folgenden Full House auch tolle Karten!

All In: Und das Rechnen begann
Bezeichnend für den Pokerabend waren zahlreiche All In's, welche nicht zu einem Ausscheiden des Spielers, sondern zu seiner Genesung führten! Erstaunlich viele Spieler konnten sich kurz vor dem Aus nochmals retten. Dies führte auch zu anstrengenden Rechenaufgaben, welche nicht zuletzt auf Grund des Alkoholkonsums immer anstrengender wurden!

Trotzdem lichtete sich das Spielerfeld. Rouven spielte zwei riskante Hände, welche beide mit einer Niederlage endeten. Er musste gefolgt von Karin den Tisch verlassen. Anschliessend erwischte es mich, eine sehr knappe Entscheidung gegen Christoph führte zum jähen Aus. Das Finale war somit zur Architektensache geworden.

Geschichten am Rande
Karin ist und bleibt die Nummer eins, wenn es um die Pausenanimation geht. Ihr ausgefallene Art, mit Esswaren (Salzstängeli, Nüssen, usw.) umzugehen sind schon fast legendär und fanden an diesem Event Ihren Höhepunkt. Karin (The Tongue): Wir sind sehr gespannt, was als nächstes kommt. Es waren noch andere Personen an der Pausenunterhaltung beteiligt. Ich diskutiere zwar nicht gerne über meine redaktionelle Freiheit, nehme jedoch an dieser Stelle Rücksicht und nenne auf Wunsch keine weiteren Namen.

Das Finale
Melk (bisher nur mit vorgehaltener Hand erwähnt) war sehr unauffällig unterwegs. Am meisten nahmen ihn die Mitspieler zur Kenntnis, wenn er den Dealer Button vor sich hatte, weil dann das Spiel beinahe zum Stillstand kam! Wie auch immer: Er war unter den besten Dreien und das war nicht einmal die Endstation für ihn. Stephan zeigte eine gewohnt solide Partie, hatte jedoch vermutlich unter den letzten 3 Spielern die schlechtesten Karten und konnte sich so nicht halten. Die Blinds waren bis zu diesem Zeitpunkt auch stark gestiegen, was den Druck auf die Spieler extrem verstärkte.

Das Heads-Up zwischen The Cow und The Rulesmaker wogte hin und her, bevor sich The Rulesmaker durchsetzte. Er mausert sich langsam aber sicher zu dem Spieler, den es zu Schlagen gilt. Er feierte nach seinem zweiten Platz von letzter Woche seinen ersten Sieg!

Nächstes Spiel
Das nächste Spiel ist auf den nächsten Donnerstag 04.05.2006 angesetzt. Spielbeginn ist um 2030 bei Rouven.

Dann wünsche ich Euch noch ein schöne Woche!

Bis bald
The DEALER

PS: Passwort für den Einlass zur nächsten KBS Poker Serie: Bigfish