Samstag, April 22, 2006

Dutch guy beats them all

Lange hat es gedauert, endlich hat es geklappt. Die vor rund einem Monat gegründete KBS Poker Series fand am vergangenen Donnerstag ihre Fortsetzung.

Lange Pause war spürbar

Die Besetzung war wie immer hochkarätig. Alle waren sie am Start: Karin (heute als einzige aktive Lady, Sandra musste lange arbeiten), Melk, Christoph, Stephan, Ayold (ein unerschrockener Holländer, der gerade ein Praktikum in der Schweiz absolviert), Rouven (unser Gastgeber) und Reto (The Dealer).

Der Poker-Entzug war bei allen spürbar. Die Zocker konnten es kaum erwarten, endlich wieder mit den Chips um sich zu werfen. Der Start war sehr verhalten. Die Aggressivität, welche die 1. Austragung der KBS Poker Series geprägt hatte, war verflogen. Jeder versuchte, aus den Fehlern zu lernen, den meisten gelang dies nur sehr bedingt.

Zurückhaltender Beginn

Melk (The Cow) gewann die erste Hand. Er spielte grandios! Er hatte eine Strasse, die er nicht sah (Ayold half ihm etwas auf die Sprünge, denn auch alle anderen Spieler hatten die Strasse nicht bemerkt, inklusive mir, den vermeintlichen Sieger dieser Runde...). Auch nachher spielte Melk perfekt, um 2200 wollte er fertig sein, was ihm auch gelang. Er verliess als erster den Tisch. Ohne Natascha wirkte er strategielos.

Zuvor lieferte ich mir noch ein kleines Techtelmechtel mit Rouven. Wir warfen kräftig Chips in die Mitte. Ich dachte, Rouven blufft. Rouven wusste, dass er blufft. Am Schluss wurde aus dem Bluff eine Strasse vom Ass absteigend. Meine Zwei-Paar waren dagegen heisse Luft!

Anschliessend wurde fleissig gezockt und geblufft. Schon bald zeichnete sich ab, dass Ayold eine harte Nuss sein würde. Seine Attacken waren hart und schockierten auch die erfahrenen Spieler. Er gewann viele Hände, ohne die Karten zeigen zu müssen. Die Unsicherheit gegenüber dem Neuling stieg.

Karin's Pausenshows

Karin war für die Pausenunterhaltung zuständig. Mit angedeuteten Stripshows wurden die Gemüter aufgeheizt. Zudem bereitete ihr das Essen etwas mühe. So kam es, dass Chips (nicht die zum Spielen, sondern die zum Essen) auf den Spieltisch flogen. Sie wollte die Reinigung der Glasplatte gleich selber übernehmen und fing an, die Tischplatte abzulutschen. Das Spiel musste kurzzeitig unterbrochen werden. Die kontaminierte Tischplatte wurde gereinigt und desinifiziert.

Die Blinds verdoppelten sich halbstündlich. Die nächsten Opfer liessen nicht lange auf sich warten. Rouven zog gegen Ayold den Kürzeren. Karin machte es ihm kurze Zeit später nach. Sie gesellte sich zu Melk. Sie versuchten sich gegenseitig das Handydisplay abzulutschen! Ich habe mich über diese Verhaltensstörung heute noch etwas schlau gemacht. Es gibt anscheinend noch wenig Wissenschaftliches darüber. Häufigste Ursache ist jedoch überschwänglicher Alkoholkonsum sowie Mikrowellenfood. Keine Ahnung, ob dies bei Karin und Melk zutrifft...

Stephan spielte gewohnt solide und hielt sich lange unter den Lebendigen. Er spielte ein paar gute Hände und war fleissig am Chips sammeln. Musste dann aber doch als Viertletzter den Tisch verlassen. "Ich habe letzte Nacht nur 2 Stunden geschlafen!", liess er kurz nach dem Spiel bei der Presskonferenz verlauten. Tja, das altbekannte Timemanagement-Problem der Architekten!

Ich spielte den ganzen Abend mit einem Häufchen Chips, zu hart war der Schlag am Anfang der Partie. Gegen Ayold und Christoph hatte ich keine Chance.

Das Head's Up

Achja, über Christoph (The Rulesmaker) gibt es natürlich auch noch ein paar Sachen zu berichten. Er ist erst gegen 2100 zu uns gestossen. Die Regeln bereiteten ihm, so machte es zumindest den Eindruck, noch immer grosse Mühe. Trotzdem gewann er fleissig Chips: "Ich habe eine Strasse: 7, 8 , 9 , 10" "Das ist keine Strasse, du brauchst immer 5 Karten dafür!" "Aha... ?!?" "Aber dafür hast Du eine Triple 8!" "Ahja, stimmt."

Ayold liess sich von seinem Siegeszug aber nicht mehr abbringen. Nach ein paar trockenen Runden im Head's Up stand er als Sieger fest. Wirklich schade, dass dies gleich sein Abschiedsabend war. Am nächsten Tag reiste er zurück nach Holland. Schade, wir werden das holländische Pokerface vermissen.

Gedankenanstösse

Diverse Punkte wurden während und nach dem Pokern diskutiert. Von Dresscode über Zigarren usw. war alles dabei. Es wurde auch darüber diskutiert, in Zukunft einen Starteinsatz abzuliefern. Rouven und ich denken an CHF 10, welche einerseits für Drinks and Drugs verwendet werden. Der Rest fliesst in den Pot und wird als Preisgeld ausgeschrieben. Es könnte natürlich auch ein gewisser Teil in einen Sparpot fliessen, der dann für grössere Anschaffungen verwendet werden könnte (zum Beispiel für ein offizielles KBS Poker Series Shirt usw.). Also Jungs und Mädels, von nichts kommt nichts!!! Eure Ideen sind gefragt, schreibt mir eure Kommentare.

Nächstes Spiel

Das nächste Spiel ist bereits auf den nächsten Donnerstag 27.04.2006 angesetzt. Spielbeginn ist um 2030 bei Rouven.

Dann wünsche ich Euch noch ein schönes Wochenende!

Bis bald
The DEALER

PS: Passwort für den Einlass zur nächsten KBS Poker Serie: Bunny

2 Kommentare:

Karin hat gesagt…

SUPER GEIL!!!!!!!!!!!!

KBS Poker Series hat gesagt…

Danke Karin! Eine Schande, dass es Dir auch in dieser Woche nicht besser gelaufen ist! ;-)