Donnerstag, Mai 04, 2006

Erster Pokermarathon

Zum zweiten Mal seit dem Kickoff der KBS Poker Series am 23. März 2006 konnte ein Mitgründer das Spiel für sich entschieden. Dieses Mal hatte jedoch nicht Rouven (The Boss) die Nase vorne, sondern meine Wenigkeit, Reto (The Dealer).

Spannende Besetzung
Das Pokerspiel konnte auch diesmal mit einer spannenden Besetzung brillieren. Unsere weiblichen Gäste waren diesmal Emmalie und Leoni, wobei Leoni sich noch nicht so richtig an die Chips heranwagte und zusammen mit Rouven das Dreamteam des Abends bildete. Christoph, Melk, Stephan, Rouven und Reto bildeten den männlichen Teil des Abends.

Pokerabend von Geburtstag überschattet
Das Spiel kam nur sehr schleppend in die Gänge. Einige Members vergnügten sich am See und tranken noch ein Bierchen. Schlussendlich traf man sich am Schiffssteg und werweiste über mögliche Regel- und Membershipänderungen für die nahe Zukunft. Bis... jemand am Rande erwähnte, dass Stephan heute seinen Geburtstag feiert! Happy Birthday! Während dieser Event fleissig gefeiert wurde, musste Emmalie noch schnell zu Hause das Fahrrad und eine flasche Wein holen. Melk, unser Womenizer, begleitete sie dabei. Weshalb auch immer, denn in der Zwischenzeit kann man davon ausgehen, dass Emmalie den Weg auch selber finden würde.

Besser spät als nie
Später als gewohnt ging es dann aber doch noch ans Pokern. Die verhaltenen Starts sind in der Zwischenzeit schon fast legendär geworden. Es wurden fleissig Einer-Chips hin und her geschoben. Es dauerte lange, bis sich gewisse Tendenzen abzeichneten. Christoph (The Rulesmaker) bekundete grosse Probleme, seinen Titel zu verteidigen. Aber das soll ja bekanntlich nichts heissen, denn auch letzte Woche war sein Start alles andere als optimal und er fand erst über die zweidimensionale Auslegeordnung der Chips, welche er auch heute wieder anwenden musste, zum Sieg.

Doch dieses Mal half auch das nicht. Man muss den Rulesmaker an dieser Stelle jedoch in Schutz nehmen. Er lief ungebremst in zwei Killerhände (Flush vom Dealer) und ein Full House der Sonderklasse von Stephan. Im Poker kann es manchmal halt sogar vorkommen, dass man mit einem Triple Ass verliert, wenn der Gegenspieler 3 Köngie und 2 Asse hat. Das ist eine echt bittere Pille.

Wenn die Blinds nicht wären...
... wären wir vermutlich jetzt noch am Spielen. Die Pokerrunde war wirklich nicht von Mut und Unbekümmertheit geprägt. Vorsicht wurde gross geschrieben, bis dann für gewisse Spieler die Blinds zur grossen Hürde wurden. Emmalie war zum Zeitpunkt von Christophs Ausscheiden Chipleaderin. Ihr grösster Fehler war jedoch, dass Sie sich von Melk mit Salzstängeli füttern und vom Looser Christoph coachen liess. Unser Rulesmaker brachte sie gekonnt auf die Verliererstrasse, bevor sie All-In gehen musste gegen Rouven und Melk. Rouven wurde das Spiel langsam zu bunt und er nahm zu diesem Zeitpunkt die Verantwortung, um endlich den Spieltisch etwas zu räumen und somit Christoph einen Kollegen fürs Däumchen drehen zu organisieren.

Doch Emmalies Karten waren ein Müüüüü besser als diejenigen von Emmalie (Müssig zu sagen, dass Melk mal wieder gar nichts hatte. Melk war wiedermal super unberechenbar!). Und dann herrschte Riesenverwirrung. Rouven gewann die Hand gegen Melk, doch ihr gemeinsamer Pot war unerwartet klein. Konsequenz: The Boss und The Cow verloren beinahe alle Chips an Emmalie.

Von diesem Knaller konnten sich Rouven und Melk nicht mehr erholen. Die Entscheidung viel somit zwischen Emmalie, Stephan und mir. Das Spiel wogte hin und her. Die Blinds waren galaktisch hoch, es gab ein All-In nach dem anderen. Ich war so gut wie out, als sich plötzlich meine Glückssträhne, welche ich zu Beginn hatte, fortsetzte. Ich hatte 3 Mal ein Ass in der Hand. Zudem gelangen mir ein paar Bluffs (was ich vielleicht an dieser Stelle besser nicht erwähnen würde). Emmalie musste als nächste den Tisch verlassen, bevor sich das Spiel entschied und ich mich im Heads-Up gegen Stephan durchsetzte.

Learning by doing
Viel gelernt an diesem Abend hat Christoph. Kurz vor Spielende gab er folgende Aussage, welche alles sonst gesagte in den Schatten stellte, von sich: "Jetzt kommt es darauf an, wer die besten Karten hat!" Es bleibt abzuwarten, inwiefern sich diese Erkenntnis auf die Performance des Rulesmakers auswirken wird. Mit Sicherheit ist er jetzt, wo er die Grundphilosophie des Pokerns kennt, noch gefährlicher. Möglicherweise verliert er jedoch einen Teil seiner Unberechenbarkeit und seiner Unbekümmertheit.

Startgeld: CHF 5
Das Startgeld war auch diesen Abend ein Thema. Gewisse Members haben moralische Bedenken, wenn es Geld im Pot hat. Andere unterstützen die Idee und haben nichts gegen in bisschen Pfeffer in der Suppe. Darum spreche ich hier und heute ein Machtwort. Nächstes Mal hat jeder 5 Stutz dabei. Ca. CHF 20 gehen weg für den Big Blind (wir wollen doch nie auf dem trockenen Sitzen oder?). Der Rest kommt in den Pot.

Nächstes Spiel
Das nächste Spiel ist auf den nächsten Donnerstag 11.05.2006 angesetzt. Spielbeginn ist um 2030 bei Rouven.

Bis bald
The DEALER

PS: Passwort für den Einlass zur nächsten KBS Poker Serie: Mission Possible

1 Kommentare:

Rouven hat gesagt…

Super genialer Blog! Freu mich auf Donnerstag. Gruss Rouven